• Nadine

Halt finden

20.01.2019 Manchmal gerät man im Leben schier aus den Fugen. Ereignisse oder Stress machen dich fertig. Auch wenn jemand versucht, das Leben möglichst einfach zu gestalten, so gelingt das doch nicht immer, schließlich kann man ja nicht einfach plötzlich aussteigen. Die meisten von uns haben Verpflichtungen, sind sozial und familiär eingebunden. Doch was tun, wenn man das Gefühl hat, dass man im Strudel keinen Halt mehr findet? Ich habe kürzlich ein Erlebnis gehabt, davon möchte ich Euch erzählen. Es ging mir nicht gut und ich war im Wald spazieren. Die Natur erdet mich und die Ruhe lässt mich wieder zur Besinnung kommen. Trotzdem wusste ich nicht so recht wie mir war. Am liebsten wäre mir jetzt gewesen, dass jemand mit mir gelaufen wäre, den ich in diesem Moment hätte umarmen können. Und da kam mir ein Gedanke. Ich brauchte in dem Moment etwas starkes zum Festhalten. Rund um mich herum standen Buchen. Dickere und dünnere, mit ihrer schönen glatten grauen Rinde. Es war trockenes Wetter und somit ging ich zu einer dieser Buchen hin, stand davor, blickte an ihrem Stamm hinauf und war beeindruckt von dieser Mächtigkeit, von dieser Standhaftigkeit. Sie stand still da und doch bewegte sie sich ein wenig mit dem Wind. Standhaft und schwingend. Und dann tat ich etwas, was sich unglaublich anfühlte: Ich umarmte den Baum und ließ ihn eine Weile nicht mehr los.

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