• Nadine

Einfache Dinge schätzen lernen

06.02.2019 Heutzutage „muss“ für viele immer alles spektakulär sein, groß, höher, weiter. Die Welt wird immer lauter und schneller. Da kommt man ja kaum noch mit. Und um Menschen zu „erreichen“ muss dann nochmal alles schneller, lauter, größer und besser sein um jemanden beeindrucken zu können. Was ist eigentlich aus den alltäglichen Dingen geworden, die wir brauchen? Versuchen wir zu erkennen, wie großartig und wundervoll sie sind? Seit einiger Zeit benutze ich anstatt Duschgel oder flüssiger Handwaschseife einfach nur noch die gute alte Kernseife. Das ist wahrlich ein kleines Wunder. In den ganzen wundersam angepriesenen Duschgels und Flüssigseifen ist ohnehin viel zu viel Chemie und obendrein noch Plastikpartikel drin. Von dem ganzen Plastikmüll durch die Flaschen mal ganz zu schweigen. Also wieder zurück zu der guten alten Kernseife. Wie gesagt, ein kleines Wunder. Allein schon das Gefühl das Stück Seife beim Händewaschen in den Händen zu drehen, den Schaum zu fühlen und die Sauberkeit nach dem Abspülen. Das Stück liegt da so am Waschbecken rum und wird nicht großartig beachtet und in dem Moment in dem man es braucht ist es einfach da. Dieser Tage habe ich ein unbenutztes Stück Seife in der Hand gehalten und es betrachtet. Ich habe überlegt wie es wohl wäre, wenn ich so etwas nicht mehr hätte, oder wie es den Menschen früher ging als sie es noch nicht hatten. Und plötzlich wird dieses unscheinbare Stück, Ergebnis eines der Natur unterliegenden chemischen Gesetzes, zu etwas so wertvollem. Und beim nächsten Händewaschen oder Duschen werde ich wieder daran denken und mich daran erfreuen.

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